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Die Wortuhr 🕐

Eine Uhr, die dir die Zeit sagt wie der Nachbar: ES IS FÜNF VOR HOIBE ZWO. 109 LEDs, ein ESP32 und jede Menge 3D-Druck.

Die leuchtende Wortuhr zeigt ES IS ZEHN VOR DREI

Eine Wortuhr zeigt keine Zeiger und keine Ziffern, sondern einen Satz. Hinter einer dunklen Frontplatte liegen 100 Zellen, und es leuchten immer nur die Buchstaben, die gerade gebraucht werden. Bei uns natürlich auf Innviertlerisch – Hochdeutsch kann ja jeder. 😄

Das Raster ist ein 10 × 10-Feld: 90 Buchstaben, darüber neun Symbole und ein Feld für den Helligkeitssensor. Gerundet wird auf den begonnenen Fünf-Minuten-Block, jedes Wort blendet sich einzeln ein. Das wirkt deutlich ruhiger als ein harter Wechsel.

Unter der Front steckt ein ESP32-S3 und ein einziges LED-Band, das spaltenweise gefaltet hinter dem Raster liegt. An jeder Faltung verschwindet genau eine LED im Dunkeln – von 109 Pixeln bleiben 99 sichtbar. Das spart Lötstellen, verlangt aber ein sauberes Mapping zwischen Bandnummer und Rasterzelle.

Die Uhr holt sich ihre Zeit per NTP, rechnet Sommer- und Winterzeit selbst um und läuft weiter, wenn das WLAN mal wegbricht. Und weil eine Uhr an der Wand ohnehin jeden Tag angeschaut wird, zeigt sie nebenbei auch noch an, wann der Müll rauskommt. 🗑️

Features

Was die Uhr alles kann

Zeit auf Innviertlerisch

Kein 13:25, sondern ES IS FÜNF VOR HOIBE ZWO. Fünf-Minuten-Schritte, Wort für Wort eingeblendet.

Dimmt sich selbst

Ein Fotowiderstand misst das Raumlicht. Untertags bunt, am Abend warmweiß, nachts ab 21:30 ruhiges Dauerlicht.

Symbolzeile oben

Neun Symbole für Byte-Club-Stammtisch, Geburtstage, Advent, Vollmond, Valentinstag, Hochzeitstag und Halloween.

Müllkalender

Holt die Abfuhrtermine täglich online, cached sie im Flash und fällt auf einen lokalen Kalender zurück.

Zeit per NTP

Automatischer Abgleich inklusive Sommer- und Winterzeit. Fällt das WLAN aus, läuft die Uhr trotzdem weiter.

ESP32-S3 und 109 LEDs

Ein einzelnes gefaltetes WS2812B-Band: 99 LEDs sichtbar, 10 verschwinden in den Faltungen.

Technik

Das steckt drin 🔧

Controller
ESP32-S3-DevKitC-1, 8 MB Flash, 8 MB PSRAM
LEDs
WS2812B-kompatibel, 5 V, 60 LEDs/m, 109 Stück
Raster
10 × 10 – 90 Buchstaben, 9 Symbole, 1 Sensorfeld
Rastermaß
16,6 mm pro Zelle
Sensor
LDR an GPIO 1, LED-Daten an GPIO 4
Gehäuse
3D-gedruckt: Front, Diffusor, Lichtgitter, LED-Träger

Der Laststrom der LEDs läuft nicht über den ESP32, sondern über ein eigenes 5-V-Netzteil mit gemeinsamer Masse. Das Datensignal geht über einen Pegelwandler und 330 Ω auf das Band. Klingt pingelig, erspart aber genau die Fehlersuche, die ein flackerndes LED-Band sonst bedeutet.

Einblicke

Vom Druckbett an die Wand

Gedruckte Frontplatte im Gegenlicht – Buchstaben und Symbole werden sichtbar
Die Frontplatte entsteht auf dem Prusa XL
Gefaltetes LED-Band auf der schwarzen Trägerplatte
ESP32-S3 und Lochrasterplatine auf dem LED-Träger
Verdrahtete Rückseite im fertigen Gehäuse
Das geschlossene Gehäuse der Wortuhr
Open Source

Bau sie nach 🛠️

Firmware, CAD-Dateien, Schaltplan, Stückliste und die komplette Aufbauanleitung liegen offen auf GitHub. Wer eine eigene Wortuhr bauen will, findet dort alles – inklusive der Mappingtabelle, die beim Einlegen des LED-Bands den Unterschied macht.

Hardware, CAD und Doku stehen unter CC BY-SA 4.0, die Firmware unter MIT. Fehlerberichte und Pull Requests sind willkommen.

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